Geschichte

1. Geschichte

Schon lange hegte man den Gedanken, einen Sportverein in der Gemeinde Reichenhofen zu gründen. Erste konkrete Zeichen wurden bei einer Zusammenkunft junger Bürger am 23. Mai 1970 in Unterzeil gesetzt. Unter der Leitung von Max Natterer wurde der Sportclub Unterzeil-Reichenhofen am 27. Mai 1970 in der Bahnhofsgaststätte in Unterzeil gegründet.

Anfang:
Der beschwerliche Weg des Aufbaus konnte beginnen. Es galt einen Spielplatz wie auch Umkleideraum ausfindig zu machen. Als Spielplatz diente eine Wiese am Bahnhof Unterzeil, die freundlicherweise von der Gemeindeverwaltung und dem späteren Eigentümer Firma Zweckform, Leutkirch dem SC zurVerfügung gestellt wurde. Als Umkleideraum diente in der Folgezeit die Garage der Bahnhofgaststätte, der Saal des Gasthauses Hirsch und eine Garage bei der Kirche. Geeignete sanitäre Einrichtungen fehlten fast ganz. Die Räume wurden durch Alfons Merath, Sophie Baur und Notar Metzler kostenlos bereitgestellt. Als Beleuchtungsanlage diente die Flutlichtanlage des Skiliftes am Schloßberg, die von der Fürstlichen Verwaltung zur Verfügung gestellt wurde.

Vereinsheimbau:
Nach Verhandlungen der Vereinsführung mit der Gemeindeverwaltung und der Fürstlichen Verwaltung konnte am Beginn des Jahres 1971 eine Planung vorgenommen werden. Die Platzfrage wurde durch lobenswerte Bereitwilligkeit des fürstlichen Hauses gelöst. Es konnte ein Rasenplatz wie auch ein Trainingsplatz angelegt werden. Am 27.Mai 1971 – ein Jahr nach Gründung –  wurde mit dem Bau des Vereinsheimes begonnen. Ein beispielhafter Wettbewerb des ideellen Geistes unter vielen SC-Mitgliedern nahm seinen Anfang. Eine hervorragende Kooperation mit örtlichen und auswärtigen Firmen und Institutionen waren die Folge. Es entstand in reellem Sinne ein Gemeinschaftswerk. Dies wird deutlich belegt mit den nahezu 6000 Stunden freiwilliger  Arbeitsleistung.
Das Vereinsheim wurde nach den Erkenntnissen des damaligen Sportstättenbaus erstellt. Es wies folgende Räumlichkeiten auf: Zwei Umkleideräume, die sanitären Anlagen einschließlich von 2 Duschräumen, ein Sanitätsraum, ein Schiedsrichterraum und ein Geräteraum in der Mitteletage. In der Dachkammer befanden sich Spielgeräte zum „Freizeitvertreib“. Vorgesehen waren hier Heim-Trainingsgeräte, die die körperliche Ertüchtigung im Rahmen des Trimm-Dich-Programms ermöglichen sollten. Im Untergeschoß befand sich neben dem Heizraum, ein Aufbewahrungsraum, ein Anrichteraum, sowie ein schöner Aufenthaltsraum, der bewirtschaftet wurde. Der Sport-Club war mit Recht stolz auf seine sportliche Heimat!

2. Sportlicher Weg und Aufbau

Schon bald nach Gründung bestanden drei Abteilungen. Neben der Frauengymnastik- Abteilung, der Skiabteilung entwickelte sich die Fußballabteilung zur größten Einzel- Abteilung.

Am 19. Juli 1970 fand die Premiere im Spiel gegen den Nachbarverein FC Hauerz statt.

Den 2. August verzeichnete die Chronik als offizielle Gründungsfeier verbunden mit einem Gartenfest und Freundschaftsspielen gegen den SV Gebrazhofen. In kürzester Zeit waren 2 Jugendmannschaften, 1 Damenmannschaft (die erste offiziell vom Verband zugelassene Damenmannschaft im Allgäu), sowie 2 Seniorenmannschaften im Bezirk Bodensee des Württembergischen Fußballverbandes spielberechtigt. Eine Alt-Herren-Mannschaft, sowie ab Sommer 1973 eine weitere Jugendmannschaft bildeten zusammen diese große Abteilung.

Auf Initiative des SC Unterzeil-Reichenhofen wurde ein jährlicher Höhepunkt geschaffen, das nach dem Stifter benannte Fürst Georg Fußball-Wanderpokal-Turnier. Dieses erstmals 1972 in Unterzeil ausgetragene Turnier, in dem die Nachbarvereine SV Aichstetten, SV Arnach, SV Gebrazhofen, FC Hauerz, SV Seibranz und der heimische SC Unterzeil-Reichenhofen spielten. Sieger des Jahres 1972 war der SV Seibranz.

Zusammengestellt und entnommen aus Festschrift 1973 anlässlich der Einweihung des Sportplatzes und des Vereinsheims.